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Malteser Ratingen

Malteser unterstützen Kreis beim Betrieb einer zentralen Corona-Diagnosestelle

Hilfsorganisation stellt Fahrdienst zur Symptom-Abklärung

06.03.2020
Zuständige Ärzte werden von den Maltesern zu potentiellen Corona-Patienten nach Hause gefahren, damit ein Test durchgeführt werden kann, der Sicherheit über eine mögliche Infektion gibt
Marvin Klatt ist der Leiter der Notfallvorsorge bei den Maltesern in Ratingen

Mettmann/Hösel. „Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, den Kreis in der derzeitigen Situation tatkräftig zu unterstützen“, sagt Marvin Klatt (27), Leiter Notfallvorsorge bei den Maltesern in Ratingen. Zur zweifelsfreien Abklärung der Frage, ob ein Patient mit Symptomatik sich mit dem Coronavirus infiziert haben könnte, hatte die Kreisverwaltung gestern auf dem Gelände des Evangelischen Krankenhauses (EVK) Mettmann eine zentrale Diagnosestelle eingerichtet. Weitere Kooperation erhält der Kreis dabei von DRK und kassenärztlicher Vereinigung. Betrieben wird die mobile Unfallhilfsstelle von ärztlichem Personal sowie Hygieneexperten des EVK. Hintergrund der mobilen Untersuchungseinheit sei die Gewährleistung einer strikten räumlichen Trennung von Krankenhausbetrieb und Diagnosestelle zum Schutz des Personals sowie der Patienten innerhalb des Hospitals. Sichergestellt werde dies dadurch, dass die Diagnosestelle neben dem Krankenhaus-Altbau positioniert sei. Nur nach entsprechender Aufforderung werden ab sofort Menschen in der mobilen Analyse-Station untersucht. Die Diagnosestelle sei nicht für unangemeldete Laufkundschaft gedacht, erklärte Kreisgesundheitsamtsleiter Dr. Rudolf Lange laut Pressemitteilung des Kreises. Personen, die befürchten, möglicherweise mit dem Virus infiziert zu sein, sollten sich bitte in jedem Fall zunächst bei der Service-Hotline des Kreises unter (02104/993535) melden. Mittels entsprechender Abfragen würde dort geklärt, ob ein hinreichender Verdacht bestehe und weitere Untersuchungen notwendig seien. Gegebenenfalls erhalte der Patient durch das Kreisgesundheitsamt sodann einen Termin für die Untersuchung in der Diagnosestelle. Für Personen, die die mobile Untersuchungseinheit nicht aufsuchen könnten, sei ein Besuchsdienst vorgesehen. Den Fahrdienst übernimmt der Ratinger Malteser Hilfsdienst im Wechsel mit den Kollegen der benachbarten Gliederungen in Haan, Hilden und Langenfeld. Mit an Bord sind immer Ärzte der kassenärztlichen Vereinigung. „Wir fahren das entsprechende ärztliche Personal zur heimischen Untersuchung zu den potentiellen Corona-Patienten und anschließend wieder zurück“, sagt Marvin Klatt. Gut geschützt sind die Malteser bei der Aktion aber auch selbst: Zum einen werde die vom ärztlichen Personal benutzte Schutzkleidung nach jedem Patientenkontakt unmittelbar ausgezogen und entsorgt. Darüber hinaus führten die Malteser zum eigenen Schutz trotzdem stets eine ausreichende Menge an geeignetem Desinfektionsmittel mit sich, erklärt der Ratinger Leiter Notfallvorsorge. „Der reibungslose Ablauf der Aktion liegt uns in besonderer Weise am Herzen. Der Kreis Mettmann ist unser Zuhause, da packen wir natürlich erst recht mit an, um diese Situation heil zu überstehen.“

Infos unter der Service-Rufnummer: 02104/993535

 

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